Walter Jasper - Künstler. Heimatfreund. Geschichtenerzähler.

Am 18. Januar 2024 verstarb Walter Jasper nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren. Mit ihm verliert Diestedde (Gemeinde Wadersloh, NRW) einen außergewöhnlichen Menschen, der über Jahrzehnte hinweg das kulturelle Leben in unserer Region geprägt hat. Als Künstler mit unermüdlicher Neugier, als Gründer des Kunstforums Blauer Giebel, als humorvoller Erzähler, Mentor und Freund hinterlässt er eine tiefe Lücke – aber auch ein reiches, lebendiges Vermächtnis aus Farben, Formen und Geschichten.

In memoriam Walter Jasper (1940-2024)

Diese Seite ist seinem Leben, seinem Werk und seiner Idee vom Blauen Giebel als Ort der Begegnung gewidmet. Sie lädt ein zum Erinnern, Staunen, Schmökern – und zum Weitererzählen.

Über Walter Jasper

(*9. Juni 1940 in Ennigerloh – †18. Januar 2024 in Wadersloh-Diestedde)

Walter Jasper war ein vielseitiger Künstler, leidenschaftlicher Westfale und Heimatfreund im Münsterland. Über sieben Jahrzehnte hinweg widmete er sich mit Leidenschaft der bildenden Kunst – stets geprägt von seiner Liebe zur Natur, zur Region und zum kreativen Austausch mit anderen.

Lebensstationen und Werdegang

  • 1940: geboren am 9. Juni in Ennigerloh

  • Kindheit und Jugend: Frühe Begeisterung für Kunst – erste Staffelei und Ölfarbenkasten als Kind

  • 1965: Meisterbrief im Handwerk, Mitarbeit im elterlichen Malerbetrieb

  • 1967: Ausscheiden aus dem Betrieb und berufliche Neuorientierung

  • ab 1968: Tätigkeit als graphischer Zeichner in Agenturen und Druckereien – Schwerpunkt: kreative Gestaltung, Illustration und visuelle Kommunikation

  • ab 1978: künstlerischer Fokus auf Siebdruck, Mixed Media, Fundstück-Kunst

  • seit den 1980er-Jahren: Aufbau des Kunstforums Blauer Giebel in Diestedde – Atelier, Ausstellungsort und kultureller Treffpunkt

  • 2022: Realisierung der Gemeinschaftsausstellung „Ochsenblut“ im Wasserschloss Crassenstein mit der befreundeten Künstlerin Kaj Osteroth. Letzte, große Ausstellung.

Künstlerisches Schaffen

Walter Jasper arbeitete bevorzugt in seinem Atelier, dem „Blauen Giebel“ in Diestedde an der Steinackerstraße. Seine Werke, darunter großformatige Siebdrucke, Miniaturen und Collagen aus Fundstücken, erzählen von Heimat, Geschichte, Natur und Alltagsbeobachtungen. Jasper verstand Kunst als Form der Kommunikation – bodenständig, zugänglich und immer mit einem feinen Augenzwinkern.

Engagement und Wirken

  • Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, insbesondere im Kreis Warendorf

  • Kulturelles Engagement als Kursleiter, Gastgeber von Winterausstellungen und Erzähler westfälischer Anekdoten

Walter Jasper verstarb am 18. Januar 2024 im Alter von 83 Jahren. Sein Werk und sein Wirken hinterlassen bleibende Spuren in der Kulturlandschaft des Münsterlands.

In Memoriam Walter Jasper

Im Jahr 2015 wurden Walter und sein "Blauer Giebel" in der Themenreihe "Westfalenköpfe" vorgestellt. Hier lebte und wirkte der Künstler. Er erzählt, wie er zur Kunst fand, aber auch von der Plattdeutschen Sprache und den kreativen Einflüssen der Natur auf sein Schaffen.

Das künstlerische Schaffen von Walter Jasper

Walter Jasper war ein Künstler, der mit Kopf, Herz und Hand arbeitete – stets in engem Austausch mit der Natur, seiner Heimat und den Menschen um ihn herum. Sein Atelier im Blauen Giebel, sein Garten an der Steinackerstraße und seine Skizzenbücher waren über Jahrzehnte hinweg die Keimzellen eines vielseitigen und tief verwurzelten künstlerischen Werks.

Seinen Weg zur Kunst fand Walter früh: Eine Staffelei und ein Ölfarbkasten als Kind weckten seine kreative Leidenschaft, die ihn nie mehr losließ. Nach Stationen im Handwerk und als graphischer Zeichner in Agenturen und Druckereien entwickelte er ab den 1970er Jahren ein unverwechselbares Werk, das besonders durch Siebdruck, Mixed Media und Fundstück-Kunst geprägt war.

In seinen letzten Jahren entstanden zahllose Miniaturen, oft aus Materialien am Wegesrand – kleine, poetische Arbeiten, die er gerne verschenkte. Seine Werke erzählen Geschichten: von der Natur, vom Münsterland, von der Heimat, von Begegnungen und Erinnerungen. Walter verstand es, alltägliche Dinge in etwas Bedeutungsvolles zu verwandeln.

Mit dem Blauen Giebel schuf er einen Ort der Kunst und der Gemeinschaft – für Ausstellungen, Workshops und Gespräche. Sein Schaffen bleibt lebendig: in seinen Bildern, in den Anekdoten über ihn – und in der bleibenden Wirkung, die er auf alle hatte, die ihm begegneten.

Erinnerungen

1 / 4

Kontakt